Gedanken zur Zuchtstrategie
Nicht umsonst ist der Inzuchtkoeffizent im Silken Windsprite Club im Laufe der letzten 10 Jahre stetig und kontinuierlich gesunken. Durch Klein- und Fleißarbeit hat der Club zwischen 2004-2011 eine Datenbank von 996 Hunden. Fast bis zurück in die 10te Generation.
Doch nicht einmal wir haben alle 10 Generationen erforschen können.
Zumal nicht bekannt ist wo Walter Wheeler die Shelties "versteckt" hat und wo tatsächliche Inzestzucht zur damaligen Zeit betrieben wurde
Doch das ist über 60 Jahre her.
Inzwischen können wir mit einer Datenbank arbeiten, die annähernd den wahren COI (Inzuchtkoiffizenten nach Sewall Wright) berechnen kann.
Innerhalb von 10 Jahren konnte der SWC durch gezielte Verpaarungen
den COI von 32,7 % (2001) auf einen Schnitt von 8-19% (2011) senken.
Trotz einer geringen Population von nur fast 280 Hunden.
Wohlgemerkt - nur durch die Mitarbeit der SWC-Züchter - und der Datenbank, die Hunde auch aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts beinhaltet und die Daten-Informationen von seriösen USA Züchtern in den 80er & 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Doch wie sehen die Werbeplattformen unserer Rasse (Silken Windsprite/Longhaired Whippet) nun genau aus?
Es wird oft in Konkurenzvereinen mit einem COI von unter 6% geworben.
Wenn nur 4-6 Generationen bekannt sind, wird dies richtig errechnet sein.
Ich erwähne nur mal Programme wie Breeders Scout, indem jeder die vorhandenen Eltern seiner Hunde einträgt und daraus der COI (IK) berechnet wird.
Selbstverständlich sind dann nur 0-5% Inzuchtkoeffizient vorhanden.
Doch ist dies korrekt einer neuen Rasse gegenüber?
Die nachweislich in den Anfängen durch stärkste Inzestzucht entstanden ist?
Ich bin überzeugt "NEIN"
„ das ist Schönrederei "
um Welpen zu produzieren und die eigene Zucht gesund erscheinen zu lassen.
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Sollten wir nicht ALLE an einer gesunden Population zusammen arbeiten?
Egal von welchem Verein oder in welchem Land?
Ein klares JA.
Doch ist es z.Zt. nicht möglich. Dies liegt nicht am SWC, der immer wieder versuchte mit den anderen, deutschen Vereinen zusammen zu arbeiten und eine gemeinsame Basis zu finden.
Sehr schade für die gemeinsame Zukunft unserer Rasse
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Weitere Gedanken zur Zuchtstrategie:
Fakt ist, der SWC und seine Züchter, lassen alle Welpen MDR1 untersuchen.
Inzwischen (Stand 2011) bei 114 Welpen seit 2008.
Seit 21.5.2011 werden alle Welpen im SWC auch auf CEA genetisch untersucht.
Der Welpenkäufer sollte folgende Frage stellen:
Welcher deutsche Verein kann auf eine Zuchtstrategie zurückblicken, die so konsequent seit vielen Jahren alle gefallenen Welpen untersuchen lässt?
Und nicht nur ein, zwei oder drei Würfe erfasst hat.
Welcher Verein kann auf so viele Hunde für die Weiterzucht zurückgreifen und den COI/MDR1/CEA berücksichtigen?
Ich danke aber hiermit den Züchtern des SWC, die von der Zuchtstrategie des SWC überzeugt sind/waren und die kostspieligen Untersuchungen für ihre Würfe zum Wohle der Rasse auf sich genommen haben. Auch den Züchtern, die nicht mehr Mitglied sind.
Die Zuchtstrategie haben jene zumindest erkannt!!!
Marietta Kühne (Hauptzuchtwart SWC)